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VDE-Kongress 2016 - Internet der Dinge: Hochkarätige Plattform für Anwendung, Wissensaustausch und Interaktion

200 Redner, 1200 Teilnehmer - der zweitägige VDE-Kongress "Internet der Dinge" in Mannheim gehört zweifellos zu den Top-Events des Jahres. Worauf es bei der Vorbereitung, Organisation und Durchführung ankommt, zeigt ein Blick hinter die Kulissen.

2 Jahre Vorbereitungszeit - nach dem Kongress ist vor dem Kongress

 "Der VDE-Kongress ist unser 'Flaggschiff' unter den zahlreichen Veranstaltungen, die wir organisieren. Eine Top-Veranstaltung benötigt eine Top-Vorbereitung", so Groß, der die VDE-Kongresse mit seinem Team seit sieben Jahren organisiert. Die Vorbereitung für den nächsten Kongress beginnt mit dem Abschluss des letzten Kongresses. Ohne die lange Vorbereitungszeit von zwei Jahren lässt sich eine solche Mammutveranstaltung nicht stemmen. VDE-Vorstand, Präsidium und die wissenschaftliche Tagungsleitung fungieren dabei als wichtige Ideengeber. Für die Organisation kann der Konferenz Service (KS)-Leiter auf ein erfahrenes Team von rund 20 Personen zurückgreifen, von denen eine sechsköpfige Gruppe das eigentliche Organisationskomitee bildet.

Branchenkompetenz spricht für Veranstaltungsort Mannheim

Die Wahl des Veranstaltungsortes ist ein wesentlicher Aspekt in der Organisationsplanung. Für das Kongresszentrum Rosengarten in Mannheim sprechen nicht nur Lage, Kapazität und Ausstattung, sondern auch das "langjährige Vertrauensverhältnis" mit den m:con-Verantwortlichen, so Groß. Außerdem ist das Zentrum der Metropolregion Rhein-Neckar für den VDE strategisch wichtig, auch aufgrund der starken Elektro- und Maschinenbauindustrie mit großen Unternehmen, wie Daimler (Motoren), ABB (Elektro- und Automationstechnik), SAP (Informationstechnik) oder John Deere (Landmaschinen) und viele KMUs.

Interaktion, Networking und Zusammenarbeit zählen

Für den reibungslosen Ablauf vor Ort vertraut der VDE-Konferenz Service auf ein Netzwerk aus Dienstleistern, die ein entsprechendes Leistungsportfolio abdecken. Dazu gehören vor allem die Bereiche Technik, Eventgestaltung, Präsentation/Methodik. Den Rahmen des Kongresses bilden die intensive Arbeit in den einzelnen "Sessions" und das Networking. Es gilt also, für ausreichend Gelegenheiten zur Vernetzung und Interaktion der Teilnehmer untereinander, aber auch mit Referierenden, Ausstellern und den Veranstaltern zu sorgen sowie ein ausgewogenes und fachlich ausgezeichnetes Programm anzubieten. Mindestens genauso wichtig ist das Tagesprogramm mit hervorragenden Referenten und Speakern aus der Branche. "Erfolgsentscheidend für einen Kongress dieser Größe ist es, frühzeitig hochkarätige Referenten zu gewinnen", so Groß. "Die starke Marke 'VDE-Kongress' lebt von der Brillanz und dem Know-how seiner Referenten." Für die Auswahl kann der VDE auf vielfältige Kontakte in seinen Geschäftsbereichen Wissenschaft, Bildung, Beruf (WBB), Normung und Standardisierung (DKE), Prüfung und Zertifizierung (Prüfinstitut) VDE-Verlag und jahrelange Erfahrungen zurückgreifen, genauso wie auf das Netzwerk des Wissenschaftlichen Tagungsleiters Prof. Dr. Christoph Kutter, Leiter Fraunhofer-Einrichtung für Modulare Festkörper-Technologien (EMFT), München und des engagierten Programmausschusses.

Erfolgsfaktor Inszenierung

"Inszenierung ist ein Erfolgsfaktor", so Groß. Darum wurde auch im Rahmen des Kongresses der Innovationsverbund "Future Meeting Space" vorgestellt. Unter der Moderation von Christian Groß präsentierten Matthias Schultze, Managing Director des GCB, Bastian Fiedler, Prokurist der m:con GmbH sowie Sieer Angar, Managing Director von Königsweg, die Ergebnisse. Besucher erhielten vor Ort einen exklusiven Einblick und konnten im Nachgang in einem Fishbowl mit den Referenten über den Tagungsraum der Zukunft diskutieren.

Beachtliche Bilanz

Im Windschatten anderer Großveranstaltungen, wie der "electronica" vom 13. bis 16. November in München sind die 1200 Teilnehmer ein "Superergebnis", so Groß. Auch mit dem Querschnitt der Teilnehmer sind die Kongress-Veranstalter zufrieden: Rund ein Drittel waren Studierende aus dem Fachhochschul- und Hochschulbereich, ein Drittel Mitarbeiter aus dem Umfeld Wissenschaft, Forschung und Entwicklung und das letzte Drittel setzt sich aus Experten und Entscheidungsträgern aus unterschiedlichen Ebenen und Fachbereichen zusammen. Als Veranstaltung unter der Schirmherrschaft des BMBF und durch die Einbindung des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg sowie des OB der Stadt Mannheim war auch die Politik in allen Ebenen vertreten.

Virtuelle Begegnungen schaffen

Ein besonderer Schwerpunkt wurde mit der "e-Studentday"-Karrieremesse auf die Ansprache der Studierendenden, die kurz vor Ihrem Abschluss stehen sowie auf die Berufseinsteiger, die sog. Young Professionals gelegt. Mit zweischneidigem Erfolg, so Groß. "Es gab zwar genügend Studierende als Teilnehmer, es gelang allerdings nicht so gut, sie aus dem umfangreichen Programm herauszuholen um Gespräche mit Ausstellern im Rahmen der Karrieremesse zu führen." Für den nächsten Kongress plant der KS-Leiter deshalb, die "Standsituation aufzulockern und einen digitalen Bereich bzw. virtuellen Raum als Begegnungs- sowie Interaktionsplattform zu schaffen und insgesamt cooler zu werden."

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Veranstaltungsformat

"VDE-Kongress als Flaggschiff-Veranstaltung des VDE"

Das Ziel des alle zwei Jahre stattfindenden VDE-Kongresses: Aktuelle Querschnittsthemen der Branche identifizieren, Innovations- und Marktpotenziale analysieren und Synergien für künftige Entwicklungen sowie eine Plattform für enge Kooperationen zwischen Forschern, industriellen Entwicklern, Anwendern und Betreibern sowie politischen Akteuren schaffen. Das diesjährige Thema des Kongresses war "Internet der Dinge". Ein zentrales Zukunftsthema der heutigen Zeit, denn die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft stellt klassische Produktionswege und Geschäftsprozesse auf den Kopf. Der Kongress dient in dem Zusammenhang als Plattform zur Diskussion von Anwendungen und Technologien, um auf Basis dessen Lösungen, Ideen und Chancen für Deutschland herauszuarbeiten.

Kommunikationseffekt für VDE-Mitglieder

Gleichzeitig ermöglicht der Kongress, die fünf VDE-Fachgesellschaften (ITG Informations- und Kommunikationstechnik, ETG Energietechnik, DBGMT Biomedizinische Technik, GMM Mikroelektronik, Mikrosystem- und Feinwerktechnik, GMA Mess- und Automatisierungstechnik), die VDE Bezirksvereine, das Forum Netztechnik/Netzbetrieb, die Normung und Standardisierung (DKE), das Prüfinstitut, den VDE-Verlag und die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH unter einem Dach zusammenzubringen. Das schafft einen enormen Mehrwert für die VDE-Mitglieder, da mit dem Kongress eine Plattform zur Transformation von Wissenschaft in Anwendungstechnik geboten wird.

Drei Fragen an ...

... Dr. Christian Groß, Leiter VDE Konferenz Service

"Bindeglied und Schnittstelle"

Wofür steht der VDE Konferenz Service (KS)?

Wir organisieren als Service Dienstleister im VDE Veranstaltungen, insbesondere für die Geschäftsbereiche Wissenschaft, Bildung, Beruf (WBB), Normung und Standardisierung (DKE) sowie Prüfung und Zertifizierung (Prüfinstitut). Hierbei stehen wir im engen Austausch zwischen ehrenamtlichen Tagungsleitern und den Experten im Verband. Als Bindeglied zwischen Programmausschuss, Referenten, Teilnehmern, Ausstellern und Sponsoren arbeitet unser Team kontinuierlich an den Schnittstellen zwischen Industrie, Forschung, Wissenschaft, Politik, Normung, Standardisierung und Prüfung.

Worauf kommt es bei VDE-Veranstaltungen an?

Wir wollen den Dialog zwischen Forschung, Entwicklung und Anwendung fördern und den Wissensaustausch vorantreiben - als neutrale Plattform zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik. Inhaltliche Aufgabenstellung von VDE Veranstaltungen ist, den jeweiligen Stand der Technik bzw. der technisch-wissenschaftlichen Erkenntnisse auf den verschiedenen Teilgebieten der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik und angrenzenden Gebieten darzulegen und die erkennbaren Entwicklungstendenzen aufzuzeigen. VDE Veranstaltungen finden in der Regel öffentlich statt, um der gesamten Fachwelt und auch der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit zu geben, sich an der kritischen Diskussion des Tagungsthemas zu beteiligen.

Wie wirkt sich die rasante Technisierung der Veranstaltungswirtschaft auf den VDE-Kongress aus? Was wird zukünftig erfolgsentscheidend sein?

Der VDE Kongress ist ein gutes Beispiel für den Wandel von Verbandstagungen. Werner von Siemens hatte bereits 1870 darauf hingewiesen, dass "neben der Telegraphie, die schon in etwas ruhigere Entwicklungsbahnen eingelenkt ist, [...] wir überall ein wildes Rennen auf dem Gebiet der Elektrotechnik sehen, ein rastloses Streben der Electrizität einen wichtigen Platz in den alten Industriezweigen zu erobern und neue auf sie zu begründen." Der Verbandszweck des VDE ist, Menschen Ort und Orientierung zu geben um Ideen und Wissen auszutauschen, Netzwerke zu pflegen und neue aufzubauen. VDE Veranstaltungen sind deshalb als Kommunikationsplattformen konzipiert, die aber auch wettbewerbsfähig sein müssen. Dies wird regelmäßig anhand von KPIs technologisch und systemisch überprüft. Hierbei spielt die Wechselwirkungen von Mensch, Technologie, Produkt, Prozess und Geschäftsmodell eine wichtige Rolle. Der nächste VDE Kongress wird sich mit einem neuen innovativen Konzept 2018 in Berlin als VDE TEC Summit mit einem Rückblick auf 125 Jahre VDE Geschichte präsentieren.